

Gibt es an beiden Armen keine verwendbaren Eigengefäße, dann kommen "Gefäße aus Kunststoff" zum Einsatz. Sie ähneln einfachen, kleinvolumigen Schläuchen und bestehen aus dem gut verträglichen Material PTFE (z. B. Gore-Tex ®).

Mit Hilfe dieses Interponats aus Kunststoff stellt der Gefäßchirurg operativ eine Verbindung zwischen Arterie und Vene her, wobei das Kunststoffgefäß zumeist in einer mittelgroßen Schleife direkt unter der Haut zu liegen kommt. Umgangssprachlich wird diese Schleife loop (engl. für Schleife), Gore-Loop oder Gore-Shunt genannt. Unmittelbar nach der Operation ist dieses Kunstgefäß noch für Blutwasser durchlässig, weshalb der operierte Arm deutlich anschwellen kann. Mit der Zeit aber dichtet der Körper das künstliche Gefäß ab, die Schwellung bildet sich daraufhin meist vollständig zurück und das neue Gefäß kann zur Dialysebehandlung punktiert werden.
Letzte Änderung: 20.09.2007, nächste Prüfung: 20.09.2008
Erstellt: 01.05.2005



