Der Dialysator (künstliche Niere/Blutfilter) ist die Schnittstelle
von Blut- und Dialysatkreislauf. Hier findet die eigentliche
Dialyse statt. Der Dialysator besteht aus einem Kunst-
stoffgehäuse mit Hohlfaserbündeln (Kapillardialysator)
oder Schichten Plattendialysator) von Membranen.
Dialysemembranen bestehen aus unterschiedlichen
Materialien wie Zellulose, Polysulfon oder Polyamid.
Allen Membranen ist jedoch gemeinsam, dass
sie nur für bestimmte Stoffe durchlässig sind,
andere aber zurückhalten (semi-permeabel).
Die Dialysemembran übt also eine Filterfunktion
aus, wobei die Durchlässigkeit des Filters von
seiner Porengröße abhängt. Technisch wählt man die
Porengröße so, dass Schlackenstoffe (wie Harnstoff und Kreatinin) oder Blutsalze (zum Beispiel Kalium) und Wasser problemlos durch diese Poren durchtreten können. Großmolekulare Stoffe wie zum Beispiel Eiweiße werden hingegen zurückgehalten. Membranen sind also halb-durchlässig
(semi-permeabel).
Der Übertritt der Schlackenstoffe von der Blutseite auf die Dialysat-
seite erfolgt von einem Ort hoher Konzentration (dem Blut) zu einem Ort niedriger Konzentration (der Dialysierflüssigkeit). Diesen Vorgang bezeichnet man als Diffusion. Um den Konzentrations-
unterschied möglichst groß zu halten, werden Dialysierflüssigkeit und Blut gegenläufig geführt.
Da der Stoffaustausch umso besser gelingt, je größer die Austauschfläche ist, werden üblicherweise Dialysatoren mit
1,2 bis 1,6 Quadratmetern Ober-
fläche verwendet. Eine solche Oberfläche wird am ehesten mit Kapillardialysatoren erreicht. Diese bestehen i. d. R. aus
10.000 bis 12.000 eng parallel angeordneten Hohlfasern, den Kapillaren. In diesen Kapillaren strömt das Blut, um sie herum fließt die Dialysierflüssigkeit.
Letzte Änderung: 20.09.2007, nächste Prüfung: 20.09.2008
Erstellt: 01.05.2005
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